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Lautsprecher und deren Einfluss auf den STI

 

Da der aufgeführte Beschallungsansatz unter Anwendung von Punktquellen (konventionellen Lautsprechern) für fast jede Beschallungsvariante vom Hotelflur bis zu Stadion Anwendung findet, kann das Tool für fast all diese Beschallungsvarianten gute Indikationen für die erreichbare Sprachverständlichkeit liefern.

Ausgeschlossen sind, wie schon erwähnt, Beschallungslösungen die auf der Verwendung von Linienstrahlern oder Line Array beruhen, da es sich dabei um Linienquellen und nicht um Punktquellen handelt.

Hinsichtlich der qualitativen Unterschiedlichkeit der verwendbaren Lautsprecher in einem Beschallungsansatz ist zu sagen:

Die Qualitätsunterschiede zwischen Lautsprechern sind in erster Linie auf den besseren Frequenzgang  (Mehr-Wege –Systeme), geringeren Klirrfaktor, besseres Ein und Ausschwingverhalten, höhere Belastbarkeit, höheren Endschalldruck, besseren Wirkungsgrad usw. zurückzuführen und viel weniger auf Faktoren welche wirklich die Sprachverständlichkeit verbessern. Ein teurer Lautsprecher liefert nicht zwangsläufig einen besseren STI.

Einer der wenigen Ansätze zur Verbesserung des STI zielt nicht auf das Lautsprecher-Chassis selbst, sondern vielmehr auf die angepasste Schallführung, diese lässt sich aber grundsätzlich an ein Antriebssystem anpassen und ist unabhängig von den sonstigen Leistungsmerkmalen.

Nur ein über der Frequenz konstantes Bündelungsverhalten des Lautsprechers ist in der Lage zu einer spürbaren Verbesserung des STI beizutragen, andere Faktoren sind von weit untergeordneter Bedeutung.

Das Bündelungsverhalten von Konus Lautsprechern beruht auf der Geometrie des Chassis und auf deren Einbausituation und ist somit zwischen den Herstellern und den Produktreihen kaum unterschiedlich.

Lediglich eine Constant- Directivity -Punktquelle ist in der Lage den STI gegenüber einem

Standard -System leicht zu verbessern. Dies ist bei den für Beschallungsaufgaben zum Einsatz kommenden Lautsprechern in der Regel erst ab ca. 1,4 kHz möglich, nämlich dort wo der Hornlautsprecher vom Tiefton -Konussystem übernimmt. Spürbare Verbesserungen sind jedoch nur mit relativ grossen Hornsystemen möglich, bei denen das Horn in seiner Geometrie gross gegen die tiefste abzustrahlende Frequenz ist.

Der eigentliche Wirkungsansatz beruht darauf, dass ein grosses Horn die Schallenergie besser auf die berechnete Fläche konzentriert und weniger Schallanteile an Wänden und Decke zulässt. Im Prinzip wird damit die beschallte Fläche kleiner und damit der STI etwas besser.

 

Im Allgemeinen wird jedoch die Möglichkeit den STI mit der Lautsprecherauswahl zu verbessern deutlich überschätzt, Linien- Quellen ausdrücklich ausgenommen !

 

Da die Abhängikeit des STI von den gewählten Lautsprechern, wie ausgeführt relaltiv gering ist, der Raum mit seinen Eigenschaften, der Nutzungsvariante und der Besetzung jedoch sehr massgeblichen Einfluss hat, ist der Fehler hinsichtlich des Indikativen STI gering wenn keine Quellsysteme definiert werden.

Voraussetzung wie mehrfach ausgeführt:

Bei der Planung wird darauf geachtet, dass die zu beschallende Fläche komplett abgedeckt wird und zwar so, dass die -6dB Kontur an die -6dB Kontur des nächsten Lautsprechers stößt. Der errechnete Nutzpegel im Hörbereich muss flächendeckend erreicht werden.

Die absolute Montagehöhe hat keinen Einfluss auf die erreichbare Sprachverständlichkeit. Es gibt keine grundsätzlich bessere oder schlechtere Lösung ! Bei geringem Abstand zur Hörfläche sind logischerweise sehr viel mehr Lautsprecher mit geringerer Einzel- Leistung nötig als umgekehrt bei grösserem Abstand. In diesem Fall sind weniger Lautsprecher mit grösserer Einzel – Leistung notwendig.

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